Gemeinsames Projekt der beiden Münchner Universitätsklinika und SAP zum Aufbau einer aussagekräftigen Tumordatenbank für Krebstherapie und -forschung

Antworten auf ärztliche Fragestellungen in klinischen Massendaten

Zusammen mit SAP bauen das Klinikum rechts der Isar der TU München und das Klinikum der LMU München eine neue Tumordatenbank auf Basis der In-Memory-Plattform SAP HANA auf. Dank SAP HANA sollen sämtliche Informationen aus allen Vorsystemen konsolidiert und in Echtzeit analysiert werden, um alle relevanten Daten für Therapien und Studien in kürzester Zeit zu erfassen und auszuwerten. Mit der neuen Datenbank sollen klinische Prozesse und Abläufe vereinfacht werden, wodurch eine schnellere und noch gezieltere Behandlung der Krebspatienten realisiert werden kann. Mit der neuen Tumordatenbank sollen nicht nur Informationen für die Therapie zusammengeführt, sondern zudem der Aufbau von Biodatenbanken und die Abwicklung klinischer Studien mittels IT-Prozessen unterstützt werden.

Mit dem gemeinsamen Projekt CAMUS (Clinical Analytics of Munich University Hospitals on SAP HANA) gehen die Klinika der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Technischen Universität München und SAP einen weiteren Schritt im sich entwickelnden Markt der individualisierten Medizin. Anstoß zum Projekt gab der Nationale Krebsplan, den das Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren am 16. Juni 2008 initiiert hat. Eine Kernforderung des nationalen Krebsplans ist die datensparsame Tumordokumentation in Deutschland, um Ärztinnen und Ärzte stärker von bürokratischen Pflichten zu entlasten und den Dokumentationsaufwand zu reduzieren. Ziel sind einheitliche Datensätze für Tumordaten in Deutschland.

„Komplexe Informationen auf Knopfdruck, Analyse in Echtzeit und semantische Suchen werden den Arbeitsalltag des klinischen Personals vereinfachen und zu einer besseren Akzeptanz der Dokumentation führen“, sagt Sylvia Villain, Stabsstelle Interdisziplinäre Datenbanken der Ärztlichen Direktion, Klinikum der LMU München. „Neben strukturierten Daten wie Messwerten, Blutbildern, Fieberkurven, Diagnosehinweisen etc. werden zukünftig auch unstrukturierte Textbefunde wie Arztbriefe, Pathologiebefunde, Röntgenbefunde, usw. erfasst und analysiert. Dies versetzt die Ärztinnen und Ärzte in die Lage, ihre Energie auf die Auswertung der Daten zu fokussieren und verringert den Dokumentationsaufwand.“ „Hierbei ist die strikte Einhaltung aller Datenschutzrichtlinien besonders wichtig“, sagt Sabine Gerber, stellv. Leitung Anwendungen SAP am Klinikum rechts der Isar der TUM.

Bildgebende Diagnoseverfahren, eine IT-gesteuerte Medizintechnik, innovationsgetriebene Forschung und die umfangreiche medizinische Dokumentation sorgen dafür, dass der Datenstrom weiter anwächst. Mit dem Einsatz von SAP HANA für die neue Tumordatenbank lassen sich selbst größte Datenvolumen verlässlich aus den unterschiedlichen Vorsystemen (Krankenhausinformationssystem (KIS), Studiendatenbanken) zusammenführen. Die Datenqualität verbessert sich enorm. Sämtliche Informationen können zudem anhand freier Suchparameter innerhalb kürzester Zeit auch aus unstrukturierten Informationsquellen, wie z. B. Arztbriefen und Befundberichten, ausgewertet werden, um so beispielsweise den Entscheidungsprozess für maßgeschneiderte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie zu befördern und geeignete Kandidaten für Studien zu identifizieren.

„Jedes Jahr erkranken 470.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Experten schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen wird“, so Hartmut Thomsen, Geschäftsführer SAPDeutschland. „Unsere Zusammenarbeit mit dem Klinikum rechts der Isar der TU München und dem Klinikum der LMU München soll dazu führen, die Aktivitäten aller an der Krebsbekämpfung Beteiligten noch wirksamer aufeinander abzustimmen und so bestmögliche Ergebnisse für den Patienten zu erzielen.“

Informationen zum Klinikum rechts der Isar der TU München
Mit rund 4.500 Mitarbeitern widmet sich das Universitätsklinikum der Krankenversorgung, der Forschung und der Lehre. Jährlich profitieren rund 55.000 Patienten von der stationären und 220.000 Patienten von der ambulanten Betreuung auf höchstem medizinischen Niveau.
Das Klinikum ist ein Haus der Supra-Maximalversorgung, das mit 33 Kliniken und Abteilungen und rund 1.100 Betten das gesamte Spektrum moderner Medizin abdeckt. Durch die enge Kooperation von Krankenversorgung und Forschung kommen neue Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien frühzeitig dem Patienten zugute.
Das Klinikum rechts der Isar ist das Universitätsklinikum der Technischen Universität München (TUM). Auf vielen Gebieten besteht eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Forschungseinrichtungen der TU und dem Klinikum. Seit Juli 2003 ist das Klinikum eine rechtlich selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts.

Informationen zum Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2011 an den Standorten Großhadern und Innenstadt 466.909 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen sowie 35 interdisziplinäre Zentren verfügen über mehr als 2.200 Betten. Von insgesamt über 10.000 Beschäftigten sind rund 1.800 Mediziner und 3.400 Pflegekräfte. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2011 rund 75 Millionen Euro an Drittmitteln verausgabt und ist seit 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.
Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Klinikum der Universität München an fünf Sonderforschungsbereichen der DFG (SFB 455, 571, 596, 684, 914), an drei Transregios (TR 05, 127, 128), zwei Forschergruppen (FOR 535, 809) sowie an zwei Graduiertenkollegs (GK 1091, 1202) beteiligt. Hinzu kommen die vier Exzellenzcluster „Center for Integrated Protein Sciences“ (CIPSM), „Munich Center of Advanced Photonics“ (MAP), „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) und „Munich Cluster for Systems Neurology“ (SyNergy) sowie die Graduiertenschulen „Graduate School of Systemic Neurosciences“ (GSN-LMU) und „Graduate School of Quantitative Biosciences Munich (QBM)“.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-muenchen.de

Informationen zu SAP
Als Marktführer für Unternehmenssoftware unterstützt die SAP AG Firmen jeder Größe und Branche, ihr Geschäft profitabel zu betreiben, sich kontinuierlich anzupassen und nachhaltig zu wachsen. Vom Back Office bis zur Vorstandsetage, vom Warenlager bis ins Regal, vom Desktop bis hin zum mobilen Endgerät – SAP versetzt Menschen und Organisationen in die Lage, effizienter zusammenzuarbeiten und Geschäftsinformationen effektiver zu nutzen als die Konkurrenz. Mehr als 232.000 Kunden setzen auf SAP-Anwendungen und -Dienstleistungen, um ihre Ziele besser zu erreichen. Weitere Informationen unter www.sap.de.

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