art‘SAP Dresden - Junge Meister 2016

In den SAP-Räumen in Dresden wurde heute die Kunstausstellung JUNGE MEISTER eröffnet. Claudia Bieberstein, Alexander Endrullat und Subin Lee freuen sich, dem Dresdner Publikum Ihre Arbeiten zu präsentieren. Interessenten können die Werke der Meisterschüler und Diplomanden der Hochschule für bildende Künste in Dresden vom 23.11.2016 bis 03.2017, von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr besuchen.

Claudia Bieberstein, umgekehrt|gebogen|wellig|fortlaufend|schräg|…, 85 x 120 cm, Digitaldruck auf Aluminium:

Ausgangspunkt der digitalen Zeichnungen von Claudia Bieberstein ist das Gestaltungsraster des Millimeterpapiers.
Es wird zunächst Linie für Linie am Computer nachgezeichnet und bildet das Grundgerüst für ihre Arbeiten. Der Computer fungiert hier als digitaler Zeichenblock, auf dem ausprobiert, skizziert und verworfen wird. Es ist diese Stille und Konzentration des Schaffensprozesses, die sich von den Arbeiten ablesen lassen und sich auch auf den Betrachter übertragen. Obgleich den Grafiken dieselbe Idee zugrunde liegt und sie alle Variationen einer Vorlage sind, ist jedes Blatt ein Unikat, das nur noch entfernt an seinen Ursprung erinnert. Es ist das Spiel mit Assoziationen, das Claudia Bieberstein an diesem Thema reizt und das ihren Arbeiten zugleich einen funktionalen Charakter verleiht. Die Textur der Bilder wirkt bei aller Großflächigkeit feingliedrig, ohne fragil zu sein; wie ein stabiles, jedoch nicht zu fest gefügtes Netz, das der Künstlerin die Möglichkeit bietet auszuloten, wieweit sich ein bekanntes System verfremden lässt ohne das bestimmte Assoziationen verloren gehen.
Isabell Kraut (Kunsthistorikerin)

Alexander Endrullat, ohne Titel, Reihe mit fünf Fotografien, je 80 x 60 cm, digital ausbelichtet auf Alu-Dibond:
Photographien
Das Ausreizen und Abwägen von chemischen Entwicklungsprozessen sind Aspekte, die mich in der analogen Photographie besonders faszinieren.
Nicht nur das Spiel mit dem Zufall durch Anwendung von selbstgebauten Lochkameras, die daraus resultierenden Kompositionen und Proportionen, sondern ebenso das eigene Entwickeln und Experimentieren mit Chemikalien, sind wesentliche Bestandteile meiner Arbeiten. Während das Motiv also hier zunehmend in den Hintergrund rückt, ist es insbesondere die Auslotung von Farbigkeit und Licht - deren Nähe und Distanz zur Natürlichkeit und zum “Kitsch" von Bildern - der ich mich mit Aufmerksamkeit widme.
Alexander Endrullat

Subin Lee, Spiegel Bild I | Spiegelbild II, Maße variabel, Live-Video Installation; Stuhl Fichte | Stuhl Kiefer | Stuhl Fichte & Kiefer, 49.5 x 60 x 62 cm|41 x 121 x 44 cm|35 x 118 x 40 cm, Holz Installation; Schale, 22.5 x 8.8 x 28.5 cm, Keramik:

"Der Mönch geht am Ufer des Teichs entlang, und sieht den Mond im Wasser,
... Er ertrinkt
... Er trinkt den Mond,
...

Der Mönch springt nicht sofort ins Wasser, er schaut nach links und nach rechts. Er schaut nach oben und stellt fest, dass am Himmel kein Mond steht, "WIE BITTE!".
Der Mond existiert gar nicht als solcher, es gibt nur sein Spiegelbild im Wasser. "VIELLEICHT!", Ist dir nicht zu sehen, das Sehen bedeutet nicht viel. "VIELLEICHT!", Ist der Mond nur heute nicht da, er ist noch nie da gewesen.
"WARUM", Sieht der Mönch, dann das Spiegelbild des Mondes im Wasser.
Das Spiegelbild ist von gestern, oder der Mond ist von gestern. Man sieht den Mond von gestern nicht. Der Mond, den keiner sieht, ist von gestern. Er befindet sich in einer falschen Zeit. Was in der falschen Zeit lebt, sieht man falsch. Der Mönch sieht mit einem falschen Blick. Nein, der Mond, der scheint nur im falschen Moment. Auch ein richtiger Mond kann in einem falschen Moment falsch sein. "ES IST ein FALSCH-MOND", den keiner sieht. Das was keiner sieht, kann nicht falsch sein. Der Mönch merkt gar nicht, dass er einen falschen Mond sieht. Der Mond weißt nicht, dass er als falscher Mond gesehen wird. Das ist bloß ein Spiegelbild. "EIN SPIEGELBILD IST NIE FALSCH" das ist kein Spiegelbild, das ist ein Mond aus Wasser. Der Mönch sieht einen Mond, der aus Wasser besteht.
...

er ist nur oberflächlich, wenn er gesehen wird.
..."

Yoko Tawada/ Aki Takase track 06. Spiegelbild, Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke 2003

Weitere Informationen zu art‘SAP sind unter www.sap.de/kunst sowie https://facebook.com/ArtSAPDD.verfügbar

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